Europas modernster Klinikneubau setzt bei digitaler Visite auf IT-Technologie von LEAN
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Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Am Montag, dem 2. Februar 2009, war es soweit. Nach gelungener „Operation Umzug“ nahm das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) seinen Betrieb im neuen Klinikgebäude auf dem UKE Campus-West auf. In 14 Zentren umfasst das UKE mehr als 80 interdisziplinär zusammenarbeitende  Kliniken, Polikliniken und Institute. Mit 1.369 Betten sowie 120 Betten im Universitärem Herzzentrum Hamburg GmbH ist es eines der größten Krankenhäuser in Hamburg.


UKE-Portal

Das Hauptaugemerk beim Bau des rund 200 Meter langen und 120 Meter breiten neuen Klinikgebäudes mit einer Bruttogeschossfläche von 85 000 qm lag darauf, die Orientierung zu erleichtern und die Wege zu verkürzen. Notfälle kommen direkt in die Zentrale Notaufnahme im Erdgeschoss (Herzpatienten werden durch einen Verbindungsgang ins Herzzentrum gebracht). Alle anderen Patienten und Besucher werden über die neu gestaltete Eingangshalle geleitet, in die auch der Fahrstuhl aus der bereits 2005 in Betrieb genommenen Tiefgarage führt. Die Ambulanzen befinden sich ebenfalls im Erdgeschoss. Die 16 High-Tech-Operationssäle im ersten Stock sollen von allen Disziplinen benutzt werden, nur die Geburtshilfe erhielt eigene OP-Räume. In unmittelbarer Nähe der Operationssäle liegen 60 Intensiv- und 48 Intermediate-Care-Betten.

„IT follows process“, nennt Dr. Peter Gocke, Leiter Geschäftsbereich Informationstechnologie im UKE, das Leitmotiv für den Klinikneubau. „Bereits bei der Bauplanung wurden die Prozesse und Arbeitsabläufe in einem modernen Klinikum dieser Größe berücksichtigt.“ Doch gerade diese Orientierung an den Arbeitsabläufen führte im Bereich Pflege zu einer Neuausrichtung hin zur elektronischen UKE-Dr. Gocke Patientenakte und damit auch zur digitalen Visite. „Aufgrund der Zusammenlegung der Ambulanz im Erdgeschoss waren im Neubau keine nennenswerten Archivflächen mehr geplant“, beschreibt Dr. Gocke die ganz pragmatischen Gründe für die Einführung elektronischer Medien bei Patientendokumentation und Visite. „Die Aufgabe für uns lautete nun: Wie kommt die klinische Information ans Krankenbett?“

Unter der Leitung von Florian Benthin, Leiter Kundenbetreuung in der IT-Abteilung des UKE, machte sich das Projektteam an die Suche nach der entsprechenden technischen Umsetzung. „Schon früh fiel die Entscheidung gegen den alleinigen Einsatz von Notebooks, da deren Bildschirm zum Beispiel für die Darstellung von Röntgenbildern zu klein und die Betriebsdauer aufgrund zu geringer Akkuleistung zu kurz war“, erinnert sich Dr Peter Gocke.
Bei der Auswahl eines digitalen Visitenwagens fiel die Entscheidung dann letztendlich auf den digitalen Visitenwagen, der vom IT-Systemhaus LEAN gemeinsam mit dem Visitenwagenhersteller Optiplan entwickelt wurde. UKE-CIO Dr. Gocke zu den Gründen für die Entscheidung: „Der LEAN-Visitenwagen ähnelte den bereits eingesetzten Visitenwagen und verfügt nach wie vor über nützliche Details wie Hängeregister, Auszüge und einem Rammschutz..“ „Außerdem erwies sich der Hersteller als sehr flexibel bei der Umsetzung unserer spezifischen Wünsche“, fügt Florian Benthin hinzu. So wurde beispielsweise der ursprünglich nur neigbare Monitorarm so verändert, dass er sich heute neigen und drehen lässt.

Trotz der engen Zusammenarbeit zwischen Hersteller, IT-Abteilung und Endanwender legte der digitale Visitenwagen jedoch einen etwas holprigen Start hin, denn die WLAN-Anbindung erwies sich zu Beginn als noch nicht ausreichend stabil. „Wir verfügen hier im UKE über eine Netzwerkinfrastruktur der neuesten Generation mit vorbildlicher Signalstärke. Leider kam es in der Anfangsphase aber dennoch zu gelegentlichen Abbrüchen beim UKE-Florian Benthin Zugriff der Visitenwagen auf das WLAN, die letztendlich durch unterschiedliche Maßnahmen wie Austausch von Geräten und Optimierung der Konfigurationen behoben wurden“, erklärt Florian Benthin das Problem. In enger Kooperation aller Beteiligten konnte so diese Kinderkrankheit kuriert werden. Dr. Gocke bestätigt: „Mittlerweile läuft das System zur Zufriedenheit des medizinischen Personals.“ Diese Zufriedenheit äußert sich unter anderem auch darin, dass die derzeit mehr als 80 eingesetzten digitalen Visitenwagen bald Gesellschaft erhalten werden. „Derzeit arbeiten wir auf den Stationen mit drei Pflegegruppen, die mit zwei Visitenwagen ausgestattet sind. Daher laufen Planungen, für die Stationen noch einen dritten Visitenwagen bereitzustellen“, erläutert Dr. Gocke. „Selbst die Psychiatrie, für die eigentlich gar kein Visitenwagen vorgesehen war, hat Systeme angefordert.“

Das Thema Sicherheit, das generell im Zusammenhang mit Patientendaten diskutiert wird, spielt beim digitalen Visitenwagen für das UKE keine gesonderte Rolle. Florian Benthin erklärt: „Als Klinik sind wir uns natürlich der besonderen Sensibilität der von uns erfassten Patientendaten bewusst und arbeiten seit Jahren in allen Bereichen des Datenschutzes und der Datensicherheit eng mit dem Hamburger Datenschutz zusammen. Deshalb stellte auch die Einführung des digitalen Visitenwagen keine besondere Herausforderung, da wir stationäre wie mobile Rechner gleichermaßen strikt und umfänglich schützen.“ „Die beim Visitenwagen eingesetzte Thin Client-Technologie mit Authentifizierung sowie die Tatsache, dass keinerlei Daten auf dem Endgerät gespeichert sind, bieten ein Höchstmaß an Datenschutz“, bestätigt Dr. Gocke.

Visitenwagen UKE Und der Patient? Dr. Gocke: „Unsere Patienten schätzen die erst durch die Einführung des digitalen Visitenwagen mögliche neue Auskunftsfähigkeit ihres Arztes. Werden sie beispielsweise zu einer Untersuchung in eine andere Abteilung geschickt, kann der Arzt in der Regel bereits bei ihrer Rückkehr auf die Station die Ergebnisse der Untersuchung am Visitenwagen abrufen. Schließlich verfügt der Arzt natürlich über ein besonderes Vertrauensverhältnis zu seinen Patienten, das sich auch auf die ordnungsgemäße Handhabung ihrer Daten erstreckt.

Fazit: Mit einer am täglichen Arbeitsumfeld des Pflegepersonals ausgerichteten Ergonomie, einer einfachen Bedienbarkeit und einem Maximum an Datensicherheit konnte mit dem digitalen Visitenwagen das Ziel erreicht werden, die Patientenakte elektronisch an das Bett des Kranken zu bringen. Die langjährige Erfahrung des Visitenwagenherstellers und die qualitativ hochwertige Bauweise aus Vollkunststoff entsprechen den Hygienevorschriften im Klinikumfeld, erleichtern die Reinigung und verlängern die Lebensdauer. Die direkte Verfügbarkeit klinischer Informationen am Krankenbett aktueller Patientendaten wie Medikation, Blutwerte oder Röntgenbilder erleichtern die Arbeit des medizinischen Pflegepersonals am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

 

 
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